Dürr baut Automatisierungsgeschäft durch Kauf von BBS Automation aus

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Dürr Automatisierungsgeschäft BBS Automation
Der Dürr-Konzern will sein Automatisierungsgeschäft ausbauen und kauft den Automatisierungsspezialisten BBS Automation (Bild: Dürr)

Der Dürr-Konzern beschleunigt seine Expansion im Wachstumssegment Automatisierungstechnik mit einer weiteren Akquisition. Der Maschinen- und Anlagenbauer übernimmt den Automatisierungsspezialisten BBS Automation.

Der Automatisierungsspezialist BBS Automation stebt im laufenden Jahr rund 300 Mio. € Umsatz ans. Damit erreicht Dürr in dem Segment einen Umsatz von gut 500 Mio. € und erweitert seine globale Präsenz als einer der führenden Anbieter von automatisierten Montage- und Testsystemen für Automobil- und E-Mobility-Komponenten, Medizinprodukte und Elektronikbauteile. „Mit BBS Automation etablieren wir uns als eines der leistungsfähigsten Kompetenzzentren für Automatisierungslösungen in der Massen- und Highspeed-Produktion. Wir investieren in einem stark wachsenden Sektor mit überdurchschnittlich guten Ertragsperspektiven“, sagte Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG.

BBS Automation mit Sitz in Garching bei München wurde 2013 gegründet und hat rund 1.200 Beschäftigte sowie 14 Standorte in Europa, Asien und Nordamerika. Dazu zählen hocheffiziente Engineering- und Produktionsstandorte. Rund 55 Prozent des Umsatzes sollen 2023 auf Systeme zur Produktion von Automobilkomponenten, besonders für den E-Mobility-Sektor, entfallen. Beispiele sind Elektrobauteile, Batterien sowie Elemente für Bremsen und Beleuchtung. Die Automatisierungstechnik zählt zu den wichtigsten Wachstumssektoren für Dürr. Bereits 2021 hatte der Konzern die Automatisierungsexperten Teamtechnik und Hekuma übernommen. Mit BBS Automation wird das Angebot nochmals deutlich verbreitert. Das zugängliche Marktvolumen soll in den nächsten Jahren um durchschnittlich 9 % zunehmen. Wachstumstreiber sind der Arbeitskräftemangel, immer höhere Qualitätsanforderungen und Stückzahlen in der Massenproduktion sowie der steigende Wohlstand in vielen Weltregionen. Hinzu kommen der E-Mobility-Boom und – im Bereich Medizinprodukte – das Wachstum und das zunehmende Alter der Weltbevölkerung. Unter dem Dürr-Dach sollen die drei Unternehmen von Synergien und Größenvorteilen profitieren, zum Beispiel in Vertrieb, Entwicklung, Einkauf, Service und Produktion. Dies soll zu Effizienz- und Margenzuwächsen führen.

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