Right und Dürr berechnen Klimawirkung von Lackieranlagen für Automobilindustrie

Das Climate-Tech-Unternehmen Right und der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr arbeiten gemeinsam an der Berechnung der Klimawirkung von Lackieranlagen für die Automobilindustrie. Die Klimawirkung soll als Grad-Celsius-Zahl ausgedrückt werden.
Ziel der Zusammenarbeit von Right und Dürr ist es, den Klimaeffekt des Lackierens als Grad-Celsius-Zahl auszudrücken. Zudem soll der Klimaeinfluss verschiedener Lackierkonzepte bewertet werden, um Vergleiche zu ermöglichen. Das Ergebnis können Automobilhersteller zukünftig als Entscheidungsgrundlage bei Investitionen in Lackiertechnologien nutzen. Eine erste Machbarkeitsstudie lieferte positive Ergebnisse, sodass die Zusammenarbeit nun vertieft wird. „Der Dürr-Konzern entwickelt innovative Technologien für eine klimaschonende Automobilproduktion. Gemeinsam mit Right wollen wir die Klimawirkung unserer Lackiertechnikprodukte in Form einer einfachen Gradzahl quantifizieren. Damit können wir unsere Kunden noch besser bei der Erreichung ihrer individuellen Klimaziele unterstützen“, sagt Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. Das X-Degree Compatibility (XDC)-Modell von Right berechnet die Klimawirkung einer wirtschaftlichen Einheit, zum Beispiel eines Unternehmens oder einer Fabrik. Das Ergebnis wird wissenschaftsbasiert und gleichzeitig einfach verständlich in Grad Celsius ausgedrückt.
In der Zusammenarbeit von Right und Dürr wird eine Lackieranlage als wirtschaftliche Einheit betrachtet. Nachdem in einem Vorprojekt der Berechnungsansatz entwickelt wurde, soll dieser nun in der Praxis angewandt werden. Dazu entwickelt Right den Prototyp einer Software, mit der Dürr die Berechnungen seinen Kunden anschaulich und transparent zur Verfügung stellen kann. Außerdem werden derzeit die Gradzahlen für unterschiedliche Lackierkonzepte berechnet. „Energieeffiziente Lackiertechnologien können einen großen Beitrag bei der Dekarbonisierung der Automobilproduktion leisten. Als Qualitätsanbieter ist es uns wichtig, diesen Beitrag seriös zu quantifizieren. Dadurch wissen unsere Kunden genau, welchen Klimaeffekt ihre Investitionen haben“, so Hanjo Hermann, Leiter Nachhaltigkeit bei der Dürr AG. Der Dürr-Konzern gehört zu einer Gruppe exklusiv ausgewählter Kunden, mit denen Right Anwendungsfälle des XDC-Modells mit hohem Potenzial für eine breite Nutzung ausarbeitet. „Wenn wir die Gradzahl einer einzelnen Technologie berechnen können, ermöglichen wir es den Käufern den Klimaeffekt ihrer Investition zu verstehen. Dadurch können Investitionsentscheidungen gezielt mit Blick auf ihren Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel getroffen werden. Und das wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass mehr Kapital effektiv in die Klimatransition fließt“, sagt Hannah Helmke, Co-Gründerin und Geschäftsführerin von Right.