ZVO Oberflächentage 2026 feierten Premiere in Karlsruhe

Die ZVO Oberflächentage fanden vom 16. - 18. September 2026 erstmals in der neu renovierten Stadthalle in Karlsruhe statt. 569 Teilnehmer waren vor Ort, um am umfangreichen Vortragsprogramm und der angegliederten Industrieausstellung teilzunehmen.
Fachleute der Galvano- und Oberflächentechnik trafen sich erneut zahlreich auf den ZVO Oberflächentagen, die 2026 das erste Mal in Karlsruhe stattfanden. Eröffnet wurden die Oberflächentage durch Jörg Püttbach, dem Vorsitzenden des Zentralverbandes Oberflächentechnik e.V. Püttbach kritisierte, dass es seitens der Politik nicht zu Entlastungen der Unternehmen gekommen ist. Er betonte die Rolle des ZVO, der für den Standort Deutschland kämpfe, und lobte den persönlichen Einsatz von Dr. Malte-Matthias Zimmer, Ressortleiter Umwelt- und Chemikalienpolitik, und Lukas Hanstein, Leiter Politik, die beide zusammen Besuche bei ZVO-Mitgliedsunternehmen mit Politikern organsierten. Wichtig für die politische Arbeit sei auch die Unterstützung der Medien, um öffentliche Sichtbarkeit herzustellen. Dazu passte auch der neue Videoclip "Made in Germany braucht Zukunft". Anschließend sprach noch Dr. Martin Metzner, Vorsitzender der DGO, zu den Teilnehmern.
KI für den Mittelstand auf den ZVO Oberflächentagen
Die Keynote der ZVO Oberflächentage hielt dieses Jahr Torsten J. Koerting, KI-Stratege, Bestsellerautor und Mitgründer der Koerting Institute. Er ging der Frage nach, was der Mittelstand mit Künstlicher Intelligenz anfangen kann und welchen Zugang es dazu gibt. Dazu nahm er die Zuhörer auf eine Zeitreise durch die Geschichte der KI von den Anfängen bis heute mit. Koerting zeigte unter dem Motto "Nicht Zukunftsmusik, sondern Wettbewerbsvorteil" auf, wie Geschäftsführer und Führungskräfte KI bereits heute nutzen können. Für Interessierte gab es am nächsten Tag noch einen KI-Workshop. Anschließend folgten noch Ehrungen und die Verleihung des Heinz-Leuze-Preises 2026 (Oberfläche-Online berichtete).
Breites Vortragsprogramm und Industrieausstellung
Am Donnerstag und Freitag stand das umfangreiche Vortragsprogramm mit insgesamt 95 Beiträgen im Vordergrund. Es bestand wie immer aus fünf parallel laufende Sessions, die aktuelle Themen der Galvano- und Oberflächentechnik aufgriffen. Darunter Zirkularität, Recycling und Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, neue Anforderungen und Zukunftsthemen sowie neue Geschäftsfelder. Auch eine Sprechstunde zu regulativen Entwicklungen fand wieder statt. Mehrere Vorträge am ersten Tag beschäftigten sich mit Fragen rund im Brandschutz in Galvanik- und Beschichtungsunternehmen. Auch das Thema KI stand, zusammen mit Digitalisierung, erneut auf dem Programm. Das Trendthema Automatisierung wurde auch am zweiten Vortragstag aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln beleuchtet, etwa in Form von humanoiden Robotern oder robotergestützten Galvanikanlagen. Themen waren außerdem Korrosionsschutz und Wasserstoff, die Bad- und Oberflächen-Analyse, Funktionsschichten sowie Energiessysteme. Und, last not least, wurde wieder über Forschungsergebnisse berichtet. Auf großes Interesse stieß auch erneut die Industrieausstellung, auf der sich 69 Aussteller präsentierten. Von den meisten Teilnehmern positiv aufgenommen wurde die neue Veranstaltungslocation, die frisch renovierte historische Karlsruher Stadthalle, die nicht nur viel Platz für Vorträge und Ausstellung, sondern auch ausreichend Sitz- und Besprechungsmöglichkeiten bot. Die nächsten ZVO-Oberflächentage finden vom 15. bis 17. September 2027 erneut in MOA Berlin statt.
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Kontaktdaten und Informationen zu den hier vorgestellten Unternehmen und Institutionen sind in unserem interaktiven Oberflächentechnik-Branchenverzeichnis zu finden.