Heinz-Leuze-Preis 2026 an Fem-Forschende verliehen

Ein Autorenteam des Fem Forschungsinstituts ist mit dem Heinz-Leuze-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der Aufsatz „Galvanotechnik als Wegbereiter der nächsten Batterie-Generation“, der 2025 als Fachartikel veröffentlicht wurde.
Der ausgezeichnete Beitrag, der in der Fachzeitschrift Galvanotechnik erschien, zeigt das Potenzial galvanotechnischer Verfahren für zukünftige Batterietechnologien. Elektrochemische Beschichtungs- und Abscheideverfahren können beispielsweise bei der Herstellung neuartiger Elektroden eingesetzt werden und eröffnen damit neue Wege für leistungsfähige und ressourceneffiziente Energiespeicher. Der Fachaufsatz schlägt damit eine Brücke zwischen einer traditionsreichen industriellen Technologie und einem der zentralen Zukunftsfelder der Energiewende. Zu den ausgezeichneten Autoren gehören Christoph Kiesl, Dr. Şeniz Sörgel, Dr. Reinhard Böck und Prof. Dr. Holger Kaßner vom Fem sowie Prof. Dr. Timo Sörgel, Professor für Oberflächen- und Galvanotechnik an der Hochschule Aalen. „Die Auszeichnung zeigt sehr schön, welches Potenzial darin liegt, etablierte Technologien wissenschaftlich weiterzuentwickeln und für völlig neue Anwendungen nutzbar zu machen“, sagt Prof. Dr. Holger Kaßner, Institutsleiter des Fem. „Gerade für Technologiezweige, deren klassische Absatzmärkte unter Druck geraten, liegt darin eine große Chance: Bestehendes Know-how kann zur Grundlage für neue Anwendungen und damit auch für neue Märkte werden.“
Preisverleihung auf den ZVO Oberflächentagen 2026
Auch Dr. Şeniz Sörgel, Leiterin der Abteilung Elektrochemische Energiesysteme am Fem, betont die Chancen galvanotechnischer Verfahren für die Batterietechnologien der Zukunft: „Bei Batterien der nächsten Generation geht es nicht allein um neue Materialien. Ebenso entscheidend ist die Frage, wie sich diese Materialien effizient und industriell umsetzbar herstellen und verarbeiten lassen. Hier kann die Galvanotechnik einen wichtigen Beitrag leisten.“ Die Preisverleihung fand am 16. September 2026 im Rahmen der ZVO-Oberflächentage in Karlsruhe statt. Christoph Kiesl nahm die Auszeichnung stellvertretend für das Autorenteam entgegen. Der Heinz-Leuze-Preis ist mit insgesamt 2.000 Euro dotiert; die Preisträger erhielten außerdem eine Urkunde und eine Silberplakette.
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