ZVO zu Gast beim NASF in den USA: Internationaler Austausch

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ZVO NASF Besuch
Lukas Hanstein präsentierte den amerikanischen Unternehmern die europäische Regulierung aus Sicht des ZVO (Bild: ZVO)

Transatlantischer Austausch: ZVO-Leiter Politik Lukas Hanstein besuchte in dieser Woche den nordamerikanischen Partnerverband NASF (National Association for Surface Finishing) in Washington D.C. Im Mittelpunkt standen aktuelle regulatorische Herausforderungen für die Branche.

Das Programm bot Vorträge und Diskussionen mit Experten aus Recht und Industrie sowie Vertretern verschiedener US-Behörden. Gespräche mit US-Senatoren und Kongressmitgliedern ergänzten den Austausch. Im Fokus standen industrielle Wertschöpfung, Chemikalien- und Umweltregulierung sowie leistungsfähige Lieferketten. Dabei zeigte sich, dass die Oberflächentechnik in den USA vor ähnlichen Herausforderungen wie in Europa steht. PFAS, Chrom(VI), Umweltauflagen und zunehmende regulatorische Anforderungen werden auch dort intensiv diskutiert. Unterschiede bestehen jedoch beim Umgang mit kritischen Stoffen. Während in Europa häufig deren Substitution oder Beschränkung im Vordergrund steht, wird in den USA stärker diskutiert, wie notwendige Stoffe und Verfahren unter sicheren Bedingungen weiter eingesetzt werden können. Dies betrifft insbesondere Anwendungen für industrielle Wertschöpfung und kritische Lieferketten.

PFAS und Chrom(VI): Regulierung im Vergleich

Lukas Hanstein vom Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO) stellte den amerikanischen Branchenvertretern die europäische Regulierungslandschaft mit REACH, der geplanten PFAS-Beschränkung und der Regulierung von Chrom(VI) vor. Thematisiert wurden auch die Auswirkungen regulatorischer Entscheidungen auf Investitionen, Produktionsverfahren und die Verfügbarkeit von Technologien. Für den ZVO bestätigt der Austausch die Forderung, Regulierung stärker an tatsächlichen Risiken, Emissionen und technisch erreichbaren Lösungen auszurichten. Wo keine technisch und wirtschaftlich gleichwertigen Alternativen verfügbar sind, müsse ein sicherer Einsatz wichtiger Stoffe und Verfahren weiterhin möglich bleiben. Zugleich binde die zunehmende Regulierung Fachkräfte, die für Innovation und Investitionen fehlten. Der ZVO will daher den Austausch mit der NASF weiter intensivieren und sich für Lösungen einsetzen, die Umwelt- und Gesundheitsschutz mit wettbewerbsfähiger industrieller Produktion verbinden.

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