Zinq und ArcelorMittal Steligence: CO2-reduzierte Stahlprodukte

Zinq und ArcelorMittal treiben gemeinsam Lösungen für eine zirkuläre Bauwirtschaft voran: Der Oberflächenspezialist Zinq und der Stahlhersteller ArcelorMittal starten eine strategische Partnerschaft über CO₂-reduzierte und kreislauffähige Stahlprodukte für eine zirkuläre Bauwirtschaft.
Im Zentrum der Partnerschaft von Zinq und ArcelorMittal Steligence steht die Kombination des CO₂-reduzierten Stahls XCarb von ArcelorMittal mit der umweltzertifizierten Oberfläche ecoZinq von Zinq. Ziel der Kooperation ist es, nachhaltige und kreislauffähige Baumaterialien zu fördern, die den Prinzipien der Circular Economy entsprechen. Ein wesentliches Element der Partnerschaft ist die Entwicklung eines digitalen zirkulären Produktpasses (DCPP), der auf die Anforderungen der Baubranche zugeschnitten ist. Der DCPP soll die Umweltauswirkungen verzinkter Stahlprodukte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg transparent und vergleichbar abbilden. Die Daten basieren auf anerkannten Normen und unabhängigen Prüfungen. Zinq hatte bereits erste Vorarbeiten geleistet und unter anderem mit einem Projekt im Fahrzeugbau 2024 Erfahrungen gesammelt. Mit dem DCPP wollen die Partner nicht nur die Transparenz von CO₂-Emissionen verbessern, sondern auch die Grundlage für nachhaltige Materialentscheidungen schaffen. Der Produktpass soll in Zukunft ein wichtiges Instrument sein, um umweltgerechte Produkte wie XCarb und ecoZinq im Markt zu etablieren.
Zinq will Übergang zur Circular Economy
Die Kombination beider Materialien vereint laut Angaben der Unternehmen mehrere Nachhaltigkeitsaspekte: XCarb-Stahl wird aus recyceltem Material unter Einsatz erneuerbarer Energien hergestellt. Die ecoZinq-Oberfläche zeichnet sich durch hohe Langlebigkeit und geringe Wartungskosten aus und weist im Vergleich zur herkömmlichen Stückverzinkung einen um 43 Prozent reduzierten CO₂-Fußabdruck auf. Diese Werte werden unter anderem durch den Einsatz CO₂-reduzierter Zinkmaterialien und erneuerbarer Energien erzielt. Zudem ist ecoZinq Cradle to Cradle-zertifiziert und rückführbar in den Materialkreislauf. Der erste Einsatz der neuen Produktkombination ist am Zinq-Standort im belgischen Gent geplant, der sich in direkter Nähe zu einem wichtigen Werk von ArcelorMittal befindet. Dort sollen die ersten marktfähigen Bauteile gefertigt werden. Die Partnerschaft ist Teil des Zinq-Geschäftsmodells „Planet Zinq“, das auf den Aufbau zirkulärer Märkte zielt. Dabei spielen strategische Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle. Die Unternehmen sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Ziele des EU Green Deal umzusetzen und die Transformation hin zu klimaneutralen und ressourcenschonenden Baumaterialien zu unterstützen.