Wacker Geschäftsjahr 2022: Neue Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis

Erstellt von OM BrancheWacker
Wacker Geschäftsjahr Bilanz 2022
Wacker Geschäftsjahr 2022: Konzernumsatz liegt mit 8,21 MRD. Euro ein Drittel über dem Vorjahr (Bild: Pixabay)

Die Wacker Chemie AG hat im Geschäftsjahr 2022 bei Umsatz und Ergebnis neue Höchstwerte erzielt. Nach vorläufigen Berechnungen beträgt der Gesamtumsatz des Münchner Chemiekonzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 8,21 Mrd. Euro.

Der Gesamtumsatz von Wacker beträgt 32 Prozent mehr als 2021 (6,21 Mrd. €). Ausschlaggebend für den Anstieg im Jahresvergleich waren vor allem höhere Preise. Effekte aus Wechselkursveränderungen durch den stärkeren US-Dollar haben den Umsatz ebenfalls positiv beeinflusst. Dagegen haben die gegenüber dem Vorjahr insgesamt etwas niedrigeren Absatzmengen die Umsatzentwicklung gebremst. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsjahres 2022 belief sich nach den vorläufigen Zahlen auf 2,09 Mrd. € (2021: 1,54 Mrd. €). Das ist ein Plus von 35 Prozent. Neben den höheren Preisen haben auch Einsparungen aus den laufenden Effizienzprogrammen des Konzerns die Ergebnisentwicklung im operativen Geschäft positiv beeinflusst. Die sprunghaft gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik haben das EBITDA dagegen im Jahresvergleich um rund 1,3 Mrd. € gemindert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist aufgrund der oben beschriebenen Effekte um 49 Prozent auf rund 1,69 Mrd. € gewachsen (2021: 1,13 Mrd. €). Die Abschreibungen betragen rund 400 Mio. € und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres (404 Mio. €). Das Jahresergebnis 2022 beläuft sich auf etwa 1,29 Mrd. € (2021: 828 Mio. €).

„Zum kräftigen Umsatzplus des vergangenen Jahres haben alle unsere Geschäftsbereiche beigetragen“, sagte Konzernchef Christian Hartel. „Zwar hat sich die Nachfrage in einzelnen Abnehmerbranchen in der zweiten Jahreshälfte spürbar verlangsamt. Gleichzeitig haben wir aber für unsere Produkte deutlich bessere Preise als 2021 erzielt. Das hat auch dazu beigetragen, dass wir die stark gestiegenen Kosten, vor allem für Energie, aber auch für Rohstoffe und Logistik kompensieren konnten.“ Mit Blick auf den aktuellen Geschäftsverlauf zeigte sich Hartel verhalten: „Wir spüren mittlerweile in zahlreichen Anwendungsfeldern die Auswirkungen der sich abschwächenden Konjunktur auf das Bestellverhalten unserer Kunden. Bremsspuren sehen wir insbesondere im Baugeschäft, aber auch bei Siliconen für andere Branchen. Allgemein bauen viele Kunden ihre Bestände ab, bleiben zunächst vorsichtig, auch wenn sie ein Anziehen der Nachfrage im Jahresverlauf erwarten.“

Zurück
Anzeige