SurFunction und Zeiss schließen strategische Partnerschaft

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SurFunction Zeiss Partnerschaft
Die strategische Partnerschaft von SurFunction und Zeiss soll die industrielle Nutzung funktionaler Metaoberflächen auf Basis der Elipsys-Technologie vorantreiben (Bild: SurFunction)

Die SurFunction GmbH und Zeiss haben eine umfassende strategische Partnerschaft geschlossent. Gemeinsam treiben sie die industrielle Skalierung funktionaler Metaoberflächen voran – einer neuen technologischen Kategorie mit dem Potenzial, industrielle Oberflächentechnik grundlegend neu zu definieren.

Die SurFunction GmbH und Carl Zeiss AG haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um funktionale Metaoberflächen für den industriellen Einsatz zu etablieren. Grundlage der Zusammenarbeit ist die von SurFunction entwickelte Elipsys-Plattform, die auf dem Verfahren des Direct Laser Interference Patterning (DLIP) basiert. Dabei werden mehrere kohärente Laserstrahlen überlagert, sodass ein Interferenzmuster periodische Mikro- und Nanostrukturen direkt in die Materialoberfläche einbringt. Im Unterschied zu konventionellen Verfahren entstehen die gewünschten Oberflächeneigenschaften nicht durch Beschichtungen oder chemische Behandlungen, sondern durch präzise definierte Strukturen im Grundmaterial. Die Technologie arbeitet maskenlos, materialunabhängig und eignet sich durch flächensimultane Strukturierung für hohe Durchsätze sowie eine reproduzierbare industrielle Fertigung. Elipsys ergänzt die eigentliche Laserstrukturierung um Prozesskontrolle, Qualitätssicherung und Integrationsmodule zu einer skalierbaren Produktionsplattform.

SurFunction und Zeiss entwickeln Technologie weiter

Die Partner wollen die Technologie gemeinsam weiterentwickeln und in industriellen Anwendungen etablieren. SurFunction bringt die Elipsys-Plattform und das technologische Know-how ein, während Zeiss seine Kompetenzen in den Bereichen Systemintegration, Messtechnik, Qualitätssicherung und Marktzugang beisteuert. Einsatzmöglichkeiten sehen die Unternehmen unter anderem in der Präzisionsoptik, Photonik, Medizintechnik, Industrieautomation, Consumer-Optik, Automotive-Sensorik sowie im Halbleiterumfeld. Darüber hinaus können funktionale Metaoberflächen Reibung und Verschleiß reduzieren, Benetzungs- und Antifouling-Eigenschaften ohne PFAS-haltige Chemikalien erzeugen, elektrische Kontakte optimieren oder den Wärmetransport verbessern. Da die Funktionalität allein durch die Oberflächengeometrie entsteht, gelten die Strukturen als dauerhaft und ressourcenschonend. Vor dem Hintergrund verschärfter Umweltvorgaben wie der PFAS-Regulierung und REACH sehen die Unternehmen darin eine Alternative zu klassischen Beschichtungs- und Chemieverfahren. Mit der Kooperation soll der Übergang von der technologischen Entwicklung zur breiten industriellen Nutzung beschleunigt und funktionale Metaoberflächen als neuer Standard in der Oberflächentechnik etabliert werden.

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