Plasmatreat auf der PaintExpo 2026: Plasmatechnik für stabile Lackierprozesse

Die Oberflächenvorbehandlung mit atmosphärischem Plasma hat sich in Lackierprozessen als Alternative zu konventionellen Verfahren etabliert. Auf der PaintExpo 2026 präsentiert Plasmatreat aktuelle Entwicklungen der Openair-Plasma Technologie für industrielle Lackieranwendungen.
Die Adhäsion von Lacken hängt entscheidend vom Zustand der Oberfläche ab. Niedrige Oberflächenenergie oder Rückstände von Trennmitteln, Ölen oder Staub führen zu Benetzungsstörungen und Haftungsproblemen. Eine zuverlässige Reinigung und Aktivierung ist daher die Grundlage stabiler Lackierprozesse. Bei der Vorbehandlung mit Openair-Plasma entstehen hochreaktive Spezies, die organische Verunreinigungen entfernen und polare funktionelle Gruppen auf der Oberfläche erzeugen. Die Oberflächenenergie steigt, die Benetzbarkeit verbessert sich, und Lackschichten haften zuverlässig. Der Prozess erfolgt trocken, inline und flexibel: sowohl für gezielte Teilflächen als auch ganzflächig für große Bauteile.
Openair-Plasma: Die Alternative zur Flamme
Auch wenn die Plasmabehandlung bereits in vielen Bereichen rund um die Lackierung eingesetzt wird, setzen einige Hersteller nach wie vor auf die Beflammung. Atmosphärisches Plasma bietet dabei verschiedene Vorteile, die typische Herausforderungen bei Lackieranwendungen adressieren. Vorteile sind unter anderem eine geringere thermische Belastung, auch bei temperaturempfindlichen Kunststoffen, reproduzierbare Oberflächenbehandlung mit Qualitätssicherung, kein offenes Feuer, kein Explosionsrisiko sowie kein CO2 Abgas, Betrieb mit Druckluft und elektrischer Versorgung, Verzicht auf nasschemische Primer, reduzierte VOC-Emissionen. Die Plasmabehandlung lässt sich präzise einstellen, reproduzieren und problemlos in automatisierte Fertigungslinien integrieren. Auch die Qualität der Plasmabehandlung kann durch integrierte Qualitätssicherungsmodule gewährleistet werden.
Highlights von Plasmatreat auf der PaintExpo 2026
Plasmatreat zeigt verschiedene Anlagen und Komponenten, die speziell für Lackieranwendungen entwickelt wurden, darunter die neue RD8450. „Diese neue Düse ist für großflächige Bauteile wie Dashboards oder Motorhauben entwickelt“, erklärt Joachim Schüßler, Global Business Development Manager bei Plasmatreat. „Die rotierende Düse sorgt für eine gleichmäßige Reinigung und Aktivierung über die gesamte Prozessbahn, sodass große Teile effizient vorbehandelt werden können.“ Die Besucher können die Plasmabehandlung live erleben: Ein Scara-Roboter von Janome übernimmt die Vorbehandlung zylindrischer und prismatischer Batteriezellen und reinigt die Metalloberflächen effizient, egal ob im Anschluss eine Lackierung oder Folierung erfolgt. Nach der Behandlung lässt sich die Wirkung der Plasmaaktivierung direkt überprüfen: Materialien wie PP oder PE werden durch Kontaktwinkelmessungen, Wasserspraytests oder Testtinten auf die erhöhte Oberflächenenergie geprüft. So wird unmittelbar sichtbar, wie Plasma Prozesse beschleunigt, die Haftung verbessert und gleichzeitig materialschonend sowie inline-fähig arbeitet. Plasmatreat ist auf der PaintExpo 2026 auf Stand 1210 in Halle 1 vertreten.
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Kontaktdaten und Informationen zu den hier vorgestellten Unternehmen und Institutionen sind in unserem interaktiven Oberflächentechnik-Branchenverzeichnis zu finden.