Helmut Fischer & Fem: Forschungsprojekt galvanische Beschichtungsverfahren

Das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (Fem) und die Helmut Fischer GmbH vertiefen ihre Zusammenarbeit. Im Rahmen eines durch die Helmut Fischer Stiftung finanzierten Forschungsprojekts untersucht das Fem die Konzentrationsverteilung von Elektrolyten in galvanischen Beschichtungsbädern.
Das Forschungsinstitut Fem erhielt von der Firma Fischer am 19. August 2025 ein Fischerscrope XAN Liquid Analyser zur in situ und online Analyse von Elementkonzentrationen. Das bei Fischer entwickelte Inline-Messgerät ermöglicht dem Fem, Dynamiken in der Konzentrationsverteilung zu monitoren. Als erster Anwendungsfall wird ein Miralloy-Elektrolyt der Firma Umicore untersucht. Dieses Kupfer-Zinn-Zink-Elektrolyt gilt seit Jahrzehnten als nickelfreie Alternative für Steckverbinder, Modeschmuck und Bekleidung und ist somit ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens.
Optimierung galavanischer Beschichtungsprozesse
Nach der Elementanalyse im Fischerscrope XAN Liquid Analyser werden die Messergebnisse automatisiert und auf schnellstem Wege über die Profinet-Datenschnittstelle – einem gängigen Industriestandard – an das Leitsystem des Fem übermittelt. Damit ist das Gerät für das Fem ein wichtiges Puzzlestück auf dem Weg zur Smart Factory im Kontext von Industrie 4.0. Die gewonnenen Messdaten als Funktion der Zeit, korreliert mit den geometrisch unterschiedlichen Teilen sowie dem Abgleich mit Schichtdickenmessungen, eröffnen die Aussicht, dass Beschichtungsprozesse damit künftig noch besser verstanden, ressourcenschonender, nachhaltiger und zugleich kostenoptimierter durchgeführt werden können. Das Fem und Fischer arbeiten mit dieser Vision weiterhin eng zusammen in Kooperation und freuen sich auf erste Ergebnisse.