Beschichtungstechnik-Fachkräfte durch Teil-Nachqualifikation gewinnen

Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik werden in der Branche dringend gesucht. Um neue qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, bietet sich eine Nachqualifizierung bestehender Mitarbeiter mit Förderung der Bundesagentur für Arbeit an.

Oft gibt es in Beschichtungsbetrieben bewährte Mitarbeiter, welche nicht über einen Berufsabschluss als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik verfügen, aber hervorragend ihren Job verrichten. Diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können zu Facharbeitern qualifiziert werden, was eine hervorragende Möglichkeit zur Fachkräftegewinnung aus der eigenen Belegschaft und zur Mitarbeiterbindung darstellt. Die Bundesagentur für Arbeit fördert nach dem Qualifizierungschancengesetz (§ 81 SGB 3) geeignete Mitarbeiter.

Schon mal etwas zum Thema Qualifizierung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik gelesen? Ja, zu dieser Art der Mitarbeiterqualifizierung wurde bereits im Juli 2023 ein Beitrag auf Oberfläche-Online veröffentlichen und die Maßnahme ausführlich vorstellen. Trotz ausschließlich positiver Resonanzen, welcher der Anbieter Arvaport sowohl zu seinen Webinaren, Veröffentlichungen, Beiträgen in den sozialen Netzwerken, als auch in Gesprächen erhielt, ist es bis jetzt nicht gelungen, eine Qualifizierungsmaßnahme zu beginnen. Die notwendige Teilnehmerzahl wurde bisher nicht erreicht, weil bisher nur sehr wenige Betriebe Mitarbeiter dafür anmelden.

Eine (nicht repräsentative) Umfrage durch Markus Vüllers bei LinkedIn kam zum Ergebnis, dass 50 Prozent der Betriebe keine Weiterbildung der Mitarbeiter wollen und 17 Prozent einen IHK-Abschluss für unwichtig halten Das ist schwer zu glauben, weil in anderen Branchen genau das Gegenteil auftritt. Liegt es eventuell auch daran, dass die Mitarbeiter über einen relativ langen Zeitraum in der Maßnahme gebunden sind? Auch dafür gibt es eine Lösung, die wir hier vorstellen möchten.

Berufsanschlussfähige Teilqualifikationen (TQ) Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik

Eine weitere, hervorragende Möglichkeit, auf Helferebene beschäftigte Mitarbeiter zum IHK-Abschluss Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik zu führen, sind berufsanschlussfähige Teilqualifikationen (TQ). Hierbei handelt es sich um eine Qualifizierungsform, die in systematisch aufeinander aufbauenden Teilen (die TQ) auf die externe Abschlussprüfung und den Berufsabschluss vorbereiten. Die Ausbildungsinhalte bilden nacheinander das gesamte Berufsbild ab.

Die Teilqualifikationen sind abgegrenzte und standardisierte Einheiten innerhalb der Gesamtstruktur eines Ausbildungsberufes, deren Absolvieren den Erwerb eines Berufsabschlusses sicherstellen soll. Die Teilqualifikationen müssen in der Summe alle Positionen eines Berufsbildes abdecken; die jeweiligen Ausbildungsordnungen, Ausbildungsrahmenpläne und Rahmenlehrpläne der Berufsschulen sind die Grundlagen. Die Teilqualifikationen sollen berufliche Handlungsfähigkeit herstellen.

Die TQ sollen hinsichtlich ihrer Dauer auf die Zielgruppe der Geringqualifizierten abgestimmt sein. Die Mindestdauer einer Teilqualifikation sind zwei Monate, die Höchstdauer einer Teilqualifikation beträgt sechs Monate. Die Anzahl der Teilqualifikationen je Beruf sind fünf bis acht, der zeitliche Gesamtumfang aller Teilqualifikationen kann sich an der Dauer der Erstausbildungszeit orientieren. Zwischen den TQ können auch längere Zeiträume liegen, eine TQ muss nicht unmittelbar an die vorhergehende anschließen.

Kompetenzfeststellung nach jeder Teilqualifikation

Die in einer Teilqualifikation erworbenen Kompetenzen werden unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards, wie sie auch bei Berufsabschlussprüfungen gelten, individuell festgestellt. Für jede bestandene TQ erhalten die Teilnehmer strukturierte und aussagefähige Zertifikate, welche einzeln verwertbar sind. Sie bieten sowohl den Teilnehmer als auch potenziellen Arbeitgebern eine Orientierung.

Die in einer Teilqualifikation erworbenen Kompetenzen werden unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards, wie sie auch bei Berufsabschlussprüfungen gelten, individuell festgestellt. Für jede bestandene TQ erhalten die Teilnehmer strukturierte und aussagefähige Zertifikate, welche einzeln verwertbar sind. Sie bieten sowohl den Teilnehmer als auch potenziellen Arbeitgebern eine Orientierung. Am Beginn der Qualifizierung steht in der Regel die TQ 1. Branchenfremde oder Personen mit geringen Kenntnissen sollten grundsätzlich mit dieser Einstiegs-TQ beginnen. Ein direkter Einstieg in nachfolgende TQ ist immer dann möglich, wenn die Teilnehmer den vorherigen Erwerb von entsprechenden Kompetenzen der vorangestellten TQ nachweisen können.

Diese Qualifizierungsform bietet also nicht nur berufserfahrenen Mitarbeitern, sondern auch solchen mit weniger Beschäftigungszeit in der Branche eine sehr flexible Möglichkeit, sich auf die externe Abschlussprüfung zum/zur Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik vorzubereiten. Zum Beispiel neu eingestellte Mitarbeiter. (OM-10/23)

Kontakt

arvaport Dienstleistungsgesellschaft mbH
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Ansprechpartner Dietmar Faust, Projektleiter
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Über arvaport

arvaport ist seit 2007 Projektträger der beruflichen Fort- und Weiterbildung im logistischen, gewerblich-technischen und kaufmännischen Bericht mit Hauptsitz in Wilhemshaven. Das Ziel ist die Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit durch Beratung, Bildung und Entwicklung der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter über verschiedene Förderangebote.

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