Wacker Geschäftszahlen 2025 - für 2026 leichtes Umsatzwachstum erwartet

Erstellt von OM BrancheWacker
Wacker Geschäftsjahr 2025 Umsatz Gewinn Ausblick
Ein schwieriges Marktumfeld belastet das Geschäftsjahr 2025 von Wacker Chemie, für 2026 erwartet man leichtes Wachstum (Bild: Wacker)

Wacker Chemie bestätigt für 2025 rückläufige Umsatz- und Ergebniszahlen in einem schwierigen Marktumfeld. Sonderaufwendungen führen zu einem deutlichen Jahresverlust. Für 2026 erwartet der Chemiekonzern ein moderates Wachstum sowie eine Verbesserung beim operativen Ergebnis.

Die Wacker Chemie AG hat ihre vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt und einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Konzern erzielte Erlöse von 5,49 Mrd. €, rund vier Prozent weniger als im Vorjahr. Das EBITDA belief sich auf 427 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Wert von 2024. Vor Sonderaufwendungen erreichte das operative Ergebnis 529 Mio. €. Belastend wirkten vor allem geringere Absatzmengen und Preise, eine niedrigere Auslastung der Produktionsanlagen sowie weiterhin hohe Energiekosten in Deutschland. Zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen und Wertberichtigungen führten zu einem negativen Jahresergebnis von −805 Mio. €. Dazu zählten unter anderem Wertminderungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen im Zusammenhang mit früheren Akquisitionen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung daher vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten. Laut Vorstandschef Christian Hartel sei die chemische Industrie weiterhin von schwacher Nachfrage, geopolitischen Unsicherheiten und zunehmenden Überkapazitäten geprägt.

Kostensenkungsprogramm Pace bei Wacker und vorsichtiger Ausblick

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, hat Wacker im Oktober 2025 das Kostensenkungsprogramm Pace gestartet. Ziel ist es, die jährlichen Kosten in Produktion und Verwaltung um mehr als 300 Mio. € zu reduzieren. Im Zuge des Programms sollen weltweit über 1.500 Stellen wegfallen. Parallel richtet der Konzern sein Geschäftsmodell stärker auf Spezialchemie, Halbleiterpolysilicium und Biotechnologie aus. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA soll voraussichtlich zwischen 550 und 700 Mio. € liegen. Während das Geschäft mit Solarpolysilicium weiterhin schwierig bleibt, sieht Wacker insbesondere bei hochreinem Polysilicium für die Halbleiterindustrie sowie in ausgewählten Spezialchemie-Segmenten Wachstumspotenzial. Effizienzmaßnahmen und Kosteneinsparungen sollen zusätzlich zur Stabilisierung der Ergebnisse beitragen.

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