Neue Marktstudie zu Pigmenten von Ceresana

Die weltweite Nachfrage nach Pigmenten wird bis 2032 auf rund 14,5 Millionen Tonnen pro Jahr steigen - das prognostiziert der neuste, bereits achte Ceresana-Report zum Weltmarkt für Pigmente. Der größte Absatzmarkt für Pigmente ist das Anwendungsgebiet Farben und Lacke.
Hersteller und Händler von kleinen, farbgebenden Partikeln können sich freuen: Die weltweite Nachfrage nach Pigmenten steigt. Der mit Abstand bedeutendste Absatzmarkt für die Pigment-Industrie ist das Anwendungsgebiet Farben und Lacke, in dem derzeit pro Jahr rund 5 Millionen Tonnen Pigmente verbraucht werden. Davon entfallen rund 2,5 Millionen Tonnen allein auf Innen- und Fassadenfarben für die Bauindustrie. In Beschichtungen für Industrieprodukte können Pigmente unterschiedliche Funktionen übernehmen: Dekoration, Schutz gegen Umwelteinflüsse, aber auch zum Beispiel elektrische Isolierung bei Elektroartikeln oder Sauerstoffbarriere bei Verpackungen für Nahrungsmittel. Beim Einsatz von Pigmenten gibt es große regionale Unterschiede, weshalb die aktuelle Marktstudie von Ceresana detailliert die verschiedenen Einsatzbereiche „Farben und Lacke“, „Kunststoffe“ und „Druckfarben“ mitsamt ihren jeweiligen Unter- und Teilmärkten untersucht.
Das zweitgrößte Einsatzgebiet für Pigmente sind Kunststoffe. Allein für starre und flexible Verpackungen werden pro Jahr rund 1,4 Millionen Tonnen Pigmente eingesetzt. Außerdem werden Pigmente für zahlreiche industrielle Kunststoff-Produkte gebraucht, beispielsweise für Bauteile der Fahrzeugindustrie. Dahinter folgen die Anwendungsgebiete Baumaterialien, Druckfarben und Papier. Für das Färben von Flüssigkeiten, etwa für Textilien oder Tinten, werden dagegen keine Pigmente genutzt, sondern lösliche Farbstoffe und Dyes. Manche natürlichen Farbstoffe, zum Beispiel aus Färberkrapp-Pflanzen, Schildläusen oder Purpurschnecken, können jedoch zu Pigmenten für Anstriche verlackt werden. Für Bio-Farben und Öko-Lacke werden möglichst ungiftige Erd- und Mineralpigmente, Tier- und Pflanzenfarbstoffe verwendet, die keine Schwermetalle enthalten und nicht radioaktiv strahlen. Organische Pigmente können zum Teil aus biogenen Materialien hergestellt werden - haben derzeit aber nur einen kleinen Anteil des weltweiten Pigmentmarkts. Die meistverkauften Pigment-Sorten sind anorganische Pigmente, vor allem Metallsalze. Rund 60% der gesamten Pigment-Nachfrage entfallen auf das Weißpigment Titandioxid (TiO2), das hauptsächlich für Farben und Lacke gebraucht wird. Die Umwelt- und Gesundheitswirkungen von Titandioxid sind umstritten; bei seiner Herstellung fällt giftige Dünnsäure an. Auf den zweiten Verkaufsrang kommen Eisenoxid-Pigmente, die meistverwendeten anorganischen Buntpigmente. Dahinter folgt Carbon Black: Industrieruß wird nicht nur als Füllstoff für Autoreifen und andere Gummi-Anwendungen eingesetzt, sondern auch als Schwarzpigment. Dieser Farbruß (englisch: lamp black) wird vor allem für Druckfarben, Lacke und Tuschen gebraucht, aber auch als UV-Schutz für Kunststoffe.