Mittelstandstag 2026: Müller und Empolis präsentieren KI für Zerspanung

Erstellt von OM Mech. BearbeitungMüller
KI Zerspanung Müller Präzisionswerkzeuge

Die Müller Präzisionswerkzeuge GmbH stellte am 26. August gemeinsam mit der Empolis Information Management GmbH auf dem Mittelstandstag Rheinland-Pfalz 2026 in Idar-Oberstein die Ergebnisse des Forschungsprojekts TransKI vor.

Mathias Schmidt, Geschäftsführer von Müller Präzisionswerkzeuge, und Jens Henninger von Empolis, berichteten im Programmteil „KI-Anwendungen in der Produktion“ auf dem Mittelstandstag 2026 über den Einsatz transferierbarer künstlicher Intelligenz in der Zerspanung. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt „Beherrschung von Zerspanprozessen durch transferierbare künstliche Intelligenz – Grundlage für Prozessverbesserungen und neue Geschäftsmodelle“, kurz TransKI, untersuchte, wie sich Modelle des maschinellen Lernens mit möglichst geringem Aufwand auf Zerspanungsprozesse übertragen lassen. Müller Präzisionswerkzeuge koordinierte das Projekt und brachte seine Erfahrung mit Werkzeugen und industriellen Zerspanungsprozessen ein. Empolis verantwortete unter anderem die Datenaufbereitung, die Entwicklung der ML-Modelle und des Assistenzsystems sowie die Übertragung der Modelle auf veränderte Anwendungsfälle. Daneben waren Bosch, botek Präzisionsbohrtechnik, Paul Horn, die RPTU Kaiserslautern-Landau und die Universität Stuttgart beteiligt.

Künstliche Intelligenz für die Zerspanung

Im Projekt entwickelten die Partner Modelle zur Verschleißprognose von Bohr- und Fräswerkzeugen sowie zur Erkennung von Anomalien im laufenden Prozess. Grundlage waren unter anderem Steuerungsdaten wie Spindel- und Achsströme sowie Informationen aus nachrüstbarer Sensorik. Die Modelle wurden in ein digitales Assistenzsystem für das Werkzeugmanagement integriert. Dieses bereitet die Daten aus dem Zerspanungsprozess auf und soll Beschäftigte dabei unterstützen, den richtigen Zeitpunkt für einen Werkzeugwechsel zu bestimmen. „In der Zerspanung müssen Werkzeuge zuverlässig genutzt werden, ohne sie vorsorglich zu früh auszutauschen. TransKI zeigt, wie Maschinendaten und übertragbare ML-Modelle den Zustand von Werkzeugen transparenter machen und Beschäftigte bei dieser Entscheidung unterstützen können. Gemeinsam mit Empolis konnten wir auf dem Mittelstandstag zeigen, was aus der Verbindung von Fertigungswissen und KI-Expertise entstanden ist“, erklärt Mathias Schmidt, Geschäftsführer von Müller Präzisionswerkzeuge.

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