KI für Laserschweißen von Trumpf für den Automobilbau

Eine neue KI-Lösung von Trumpf überprüft die Qualität von Bauteilen, wie etwa Batterien für E-Autos, unmittelbar nach dem Laserschweißen, um mögliche Fehler zu identifizieren. Trumpf steigert damit beim Laserschweißen mit Künstlicher Intelligenz (KI) die Produktivität in der Automobilfertigung.
Durch die KI-Lösung von Trumpf können mögliche Fehler identifiziert werden, womit auch eine Reparatur in der Laserschweißstation ermöglicht wird. “Anwender senken dadurch ihre Fertigungskosten, da die KI-Lösung andere, zeitaufwendige Qualitätsprüfungen ersetzen kann”, sagt Martin Stambke, bei Trumpf als Produktmanager verantwortlich für die KI-Qualitätsprüfung. Erste Kunden aus der Automobilindustrie nutzen die Lösung bereits im Serieneinsatz, die das Hochtechnologieunternehmen jetzt auf seiner Hausmesse Intech vom 1. bis 04. April 2025 in Ditzingen präsentiert.
Trumpf KI-Lösung für zahlreiche Anwendungen
Die Lösung nimmt ein Bild der Schweißnaht auf und die KI analysiert, ob diese den Vorgaben entspricht, die der Anwender für den Fertigungsprozess definiert hat. Die Sensorik erzeugt für den Anwender nachvollziehbare Messwerte und ermöglicht so eine transparente Qualitätskontrolle ohne Black-Box-Entscheidungen. Sollte die Schweißnaht beispielsweise zu schmal oder zu breit sein, benachrichtigt die KI den Anwender, während das Bauteil noch in der Laserzelle liegt. Anwender können schnell entscheiden, ob eine Reparatur notwendig ist, wodurch die Qualität der Schweißarbeiten sichergestellt wird. Das erhöht den sogenannten first-pass-yield, also den Anteil der Bauteile, die im ersten Durchlauf ihren Qualitätsstandards entsprechen. “Das ist etwa besonders wichtig für die Hersteller von Batterien für E-Autos, die dadurch weniger Ausschuss haben und die Kosten senken", sagt Stambke. Die KI-Lösung eignet sich für viele weitere Anwendungen wie das Schweißen von Karosserieteilen, von Hairpins für Elektromotoren oder Kontakten von Elektronikbauteilen.
KI-Anwendung ohne Programmierkenntnisse
“Die Kunden bekommen ein einfach zu handhabendes KI-Tool, das sich nahtlos in das Trumpf System aus Laser, Sensorik und Optik einfügt", sagt Stambke. Anwender können die Trumpf KI ohne Programmierkenntnisse nutzen, sie müssen die Künstliche Intelligenz vor ihrem Einsatz lediglich trainieren. Der Anwender kennzeichnet dafür korrekte und fehlerhafte Schweißnähte in entsprechendem Bildmaterial. Für den Trainingsprozesse bietet Trumpf mit EasyModel AI eine passende Software an. Der Umgang mit dem System ist so einfach und intuitiv wie mit Smartphone-Apps. Wenige Trainingsbilder reichen bereits aus.