Dürr passt Prognose an und baut Konzern um

Die Dürr AG passt auf Basis vorläufiger Zahlen für das zweite Quartal 2025 ihre Jahresprognose für den Auftragseingang an. Im Rahmen seines Konzernumbaus plant Dürr, bis Ende 2026 rund 500 Stellen in den Verwaltungsfunktionen abzubauen.
Im zweiten Quartal lag der Auftragseingang bei Dürr bei 807 Mio. € (H1 2025: 1.887 Mio. €) und damit unter dem Niveau der Vorquartale. Grund für die verhaltene Entwicklung sind die globalen Zollkonflikte und Unsicherheiten, die zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung bei Kunden geführt haben. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen passt der Dürr-Konzern seine Prognose für den Auftragseingang im Gesamtjahr an. Der Umsatz erreichte 1.001 Mio. € und war damit 8 % niedriger als im zweiten Quartal 2024 (H1 2025: 2.008 Mio. €). Hauptgründe waren Rückgänge in der Division Industrial Automation, der Mitte 2024 vollzogene Verkauf der Tochtergesellschaft Agramkow und vereinzelte Projektverzögerungen bei Kunden im Automotive-Geschäft. Trotz des unsicheren Marktumfelds bestätigt der Vorstand die Umsatzprognose für 2025 von 4.200 bis 4.600 Mio. €; erwartet wird jedoch der untere Bereich der Zielbandbreite. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten betrug im zweiten Quartal 4,2 % (H1 2025: 4,0 %) und verbesserte sich damit gegenüber dem Auftaktquartal (3,9 %). Die Prognose für die EBIT-Marge vor Sondereffekten im Gesamtjahr von 4,5 bis 5,5 % wird bestätigt.
Umbau bei Dürr
Im Zuge der Mitte 2024 angekündigten Vereinfachung der Konzernstruktur beabsichtigt Dürr eine Anpassung seiner Verwaltungsstrukturen. Bis Ende 2026 sollen rund 500 Verwaltungsstellen entfallen. Ziel ist es, den administrativen Bereich an die neue Unternehmensgröße anzupassen und zugleich effizienter aufzustellen. Mit dem Konzernumbau konzentriert sich Dürr auf das Kerngeschäft rund um die nachhaltige Automatisierung von Produktionsprozessen und verringert die Zahl seiner Divisions von fünf auf drei. Wichtige bisherige Schritte waren der Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts und des Befülltechnikspezialisten Agramkow sowie die Konsolidierung des Geschäfts mit der Automobilindustrie. „Der geplante Umbau der Verwaltung ist ein konsequenter nächster Schritt nach dem Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts“, betont Dr. Jochen Weyrauch. „Wir machen den Dürr-Konzern robuster, effizienter und fokussierter. Das gibt uns mehr Flexibilität, um auch in einem herausfordernden Marktumfeld unsere Ziele zu erreichen und profitabel zu wachsen. Im Einklang mit unserer Unternehmenskultur und unseren Werten beabsichtigen wir einen sozialverträglichen Stellenabbau.“