Brillux Pulverlacke erstmals für Schweizer Militärtechnik zugelassen

Das Schweizer Bundesamt für Rüstung Armasuisse hat Brillux Industrielack die Bestätigung als zertifizierter Lacklieferant erteilt. Industrielle Beschichter können Bauteile für militärische Anwendungen im Zuständigkeitsbereich der Schweizer Armee ab sofort auf Pulverbasis beschichten.
Wenn es um die Lackierung von Bauteilen für militärische Anwendungen geht, war der Einsatz von Nasslacken bisher Standard. Doch im Zuge der steigenden Nachfrage nach militärischen Gütern liegt in der Beschichtung mit Pulverlacken allein aufgrund der höheren Zahl von Pulverbeschichtern ein enormes Potenzial. Die Armasuisse schafft für ihren Zuständigkeitsbereich erstmals die Voraussetzungen, Bauteile auf Basis zertifizierter Pulverlacke zu beschichten. Brillux Industrielack ist der erste Hersteller, den das zuständige Amt für Rüstungsgüter nun als Lieferant für Pulverlacke für militärische Anwendungen zugelassen hat. Die Zertifizierung umfasst den Premium-Polyesterpulverlack 5936 von Brillux Industrielack. Dieser wurde speziell für militärische Anwendungen entwickelt und ist sowohl in F9- als auch in HR-Qualität verfügbar. Der hochwetterfeste Pulverlack eignet sich für den Außeneinsatz auch unter extremen klimatischen Bedingungen auf verschiedenen metallischen Untergründen. Dabei verfügt er über eine ausgezeichnete Glanz- und Farbtonstabilität, gute Korrosionsschutzeigenschaften sowie eine gute Chemikalienbeständigkeit.
Pulverlack statt Nasslack für Militärtechnik
Die F9-Qualität bietet eine militärrelevante Zusatzfunktion. Sie erzeugt eine exzellente Tarnwirkung im nahen IR-Spektralbereich. Zugelassen ist das Produkt in den Farbtönen RAL 6014-F9 Gelboliv, RAL 6031-F9 Bronzegrün, RAL 8027-F9 Lederbraun und RAL 9021-F9 Teerschwarz. In HR-Qualität ist der Pulverlack in den Farbtönen RAL 1013 Perlweiß, RAL 7012 Basaltgrau, RAL 9001 Cremeweiß, RAL 9010 Reinweiß sowie RAL 6014 Gelboliv zugelassen. Ergänzt wird der Decklack in beiden Qualitäten durch eine Grundbeschichtung in Lichtgrau (Korro-Protect EP 5816-7100). Reicht diese bei verzinkten oder stark gasenden Untergründen nicht aus, steht eine Epoxy-Korrosionsschutzgrundierung (Grundierpulver EP 5819-7101) zur Verfügung. Industrielle Beschichter können damit einen durchgängigen Systemaufbau mit optimal aufeinander abgestimmten Pulverbeschichtungen einsetzen. Die Umstellung des Prozesses zur Beschichtung von Militärfahrzeugbauteilen, Ausrüstungsgegenständen oder Transport- und Raumcontainern von einer Nasslackierung auf eine Pulverlackbeschichtung bietet zahlreiche Vorteile. Damit einher gehen eine VOC-konforme Beschichtung komplett ohne flüchtige organische Verbindungen, eine einfachere Verarbeitung ohne aufwendige Vorarbeiten sowie ein geringerer Lackverbrauch durch einen höheren Wirkungsgrad. Da lange Trocknungszeiten entfallen, reduzieren sich die Prozesszeiten deutlich. Ein hoher Automatisierungsgrad sorgt außerdem für eine schnelle und prozesssichere Verarbeitung.
Vorreiter für Pulverlack im Militärkontext
Die Zulassung durch die Armasuisse ist für Brillux Industrielack ein weiterer Beleg für die hohe Qualität seiner Militär-Pulverlacke. Bereits 2017 erhielt der Hersteller dafür als erster die Zulassung des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) der Bundeswehr nach der Verteidigungsgeräte-Norm (VG 95211). Bis heute bietet das Unternehmen eines der breitesten Farbtonsortimente für den Polyesterpulverlack in F9-Qualität. Dazu zählen RAL 6031 Bronzegrün als Grundfarbe der Flecktarnbeschichtung, die beiden Flecktarnlackierungen RAL 8027 Lederbraun und RAL 9021 Teerschwarz sowie RAL 1039 Sandbeige als Tarnfarbe für Wüsten- und Steppenregionen. Ergänzt werden die F9-Farbtöne um RAL 1013 Perlweiß und RAL 9005 Tiefschwarz in HR.
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