Ventile und Prozesskomponenten wirtschaftlich reinigen

Ein Hersteller von Edelstahlkomponenten optimiert seinen nasschemischen Reinigungsprozess, senkt Energie- und Wasserverbrauch und verbessert die Bauteilsauberkeit. Eine staatliche Förderung reduziert Kosten und erhöht die Wirtschaftlichkeit.

Ein Hersteller von Edelstahlkomponenten will auch in Zukunft sein Qualitätsver­sprechen gegenüber Kunden mit sensiblen Sicherheits- und Sauberkeitsstandards einhalten können. Die Reinigung zwischen den einzelnen Fertigungsschritten spielt dabei eine entscheidende Rolle, weshalb der Prozess neu aufgestellt wurde – mit einer nasschemischen Anlage von Vapic. Zur Anschaffung gelang es dem Unternehmen, eine beträchtliche staatliche Förderung in Anspruch zu nehmen.

Innovative und hochwertige Prozessventiltechnik

Seit 70 Jahren produziert die im schwäbischen Riesbürg ansässige Pentair Südmo GmbH hygienische und aseptische Prozessventile und Komponenten aus Edelstahl für die Lebensmittel-, Getränke-, Milch-, Pharma- und chemische Industrie. Alle Produkte zeichnen sich durch optimale Reinigungsfähigkeit und eine hervorragende Oberflächenbeschaffenheit aus – Qualitäten, die bei den Kunden wiederum für einen zuverlässigen und ressourcen­schonenden Betrieb mit weniger Ausfallzeiten und hoher Produktsicherheit sorgen.

Konstant stabiles Reinigungsergebnis

Damit diese unverwechselbaren Eigenschaften hinsichtlich der steigenden Anforderungen an Hygienesicherheit und Nachhaltigkeit auch in Zukunft gewährleistet werden können, ent­schied sich Pentair Südmo den bisherigen Reinigungsprozess zu erneuern. Wie bisher sollte die Reinigung auf wässriger Basis erfolgen, die Bearbeitungsrückstände wie Kühlmittel, Emulsionen, Fette, Schleifpartikel und Polierpasten sollten aber zukünftig wirtschaftlicher, ressourcenoptimiert und in gleichbleibender Qualität entfernen werden. Besonders das Abreinigen der Polierpasten im Bauteilinnern sowie in den Gewinden stellte für die bisherige Reinigungslösung eine Herausforderung dar und führte zu längeren Prozesszeiten.

Maßgeschneiderte Anlage für kürzere Taktzeiten und staatliche Förderung

Mit dem Ziel, Prozesszeiten zu kürzen und Energieeinsparungen von bis zu 25 % zu erwirtschaften, gingen die Techniker der Pentair Südmo auf die Suche nach einer geeigneten Lösung. Nach ersten Gesprächen und Testreinigungen fiel die Wahl schließlich auf eine Dreikammer-Anlage von Vapic, die auf die individuellen Prozessbedürfnisse der Pentair Südmo zugeschnitten wurde: Chargengröße 800 x 600 x 400 mm, vollautomatisierte Bestückung und Transfer zwischen den Reinigungskammern, Taktzeit von maximal zehn Minuten, zunehmende Teile- und Größenvielfalt, Partikelvermeidung beim Handling und zunehmender Materialmix beim Reinigungsgut.

Seit Februar 2025 steht die neue Anlage mit einer Größe von 9 x 4,5 x 3 m (LxBxH) in der Fertigungshalle des schwäbischen Ventilherstellers. Drei Arbeitskammern, sechs zugeordnete Tanks, zwei Ultraschalleinheiten und eine Einheit zur Vakuumtrocknung erreichen einen Durchlauf von sechs Chargen pro Stunde. Rund sechs- bis siebentausend Teile unterschiedlichster Größen können täglich gereinigt und getrocknet werden. Hierfür durchlaufen sie wechselnde Spritz- und Flutphasen mit gleichzeitiger Hub- und Senkbe­wegung der Chargenträger.

Staatliche Förderung für Energieoptimierung

Schon jetzt sind Zeiteinsparungen und eine Senkung des Wasser- und Energieverbrauchs spürbar. Damit verschafft die Anlage nicht nur neues Reinigungspotential, sondern auch positive Effekte auf zukünftige Betriebskosten – ein Aspekt, der sich auch als förderwillig erwies. Zusammen mit der Firma Theneo GmbH, Gesellschaft für Energieoptimierung aus Ruhpolding, konnte Pentair Südmo mit Unterstützung von Vapic eine staatliche Förderung von 26 % bewirken. „Diesen immer wichtiger werdenden Service, uns bei der Beantragung von Fördermitteln mit unserer technischen Expertise einzubringen, bieten wir seit geraumer Zeit unseren Kunden an und auch bei Pentair Südmo hat sich der Aufwand gelohnt. Dank der staatlichen Förderung ließen sich die Investitionskosten um mehr als ein Viertel senken“, erklärt Florian Pasch, technischer Verkäufer bei Vapic.

Effektiver Reinigungsprozess und mehr Flexibilität

Für den Effizienzgewinn sorgen neben verkürzten Prozesszeiten der vollautomatische Transfer zwischen den Reinigungskammern sowie die automatische Badüberwachung und Nachdosierung der Reinigungslösung. „Die schleichende Baderneuerung spart nicht nur Zeit, Wasser und Energie. Wir erzielen auch deutlich stabilere Reinigungsergebnisse und verlängern unsere Badstandzeiten zugunsten reduzierter Nebenzeiten“, meint Stefan Jargstorff, Materialmanager bei Pentair Südmo. Auch sonst schätzt er den Selbstbetrieb der Anlage: „Mit der neuen Anlage läuft die Reinigung quasi nebenher. Wir können die Zeit für andere Tätigkeiten nutzen und dadurch den gesamten Fertigungslauf optimieren.“ Einen weiteren Vorteil sieht er in der Vielseitigkeit der Programmwahl: „Je nach Gegebenheit können wir deutlich flexibler reagieren und vor allem jetzt maßgeschneidert und ressourcen­optimiert reinigen.“ (OM-4/26)

Kontakt

Vapic GmbH
Harry à Wengen Straße 6
75387 Neubulach-Oberhaugstett (Deutschland)
Telefon: +49 7053 968130
E-Mail: info@vapic.de
www.vapic.de

Über Vapic

Vapic ist ein Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zur industriellen Teilereinigung mit Sitz in Neubulach-Oberhaugstett (Schwarzwald). Das Portfolio des mittelständischen Familienunternehmens umfasst drei Bereiche: Den Sonderanlagenbau, die Lohnreinigung und die Herstellung von Reinigungsmitteln. Vapic-Lösungen kommen in nahezu allen Branchen zum Einsatz, hauptsächlich in der Automobilindustrie, in der Medizintechnik, in der Composite Branche sowie in der Weißwaren-Industrie.

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