Neue Warenträger für die automatisierte Feinstreinigung

Ein neues Werkstück-Trägersystem ist auf die effiziente Reinigung von Bauteilen mit filmischen Verunreinigungen abgestimmt. Die ausgefeilte Konstruktion gewährleistet ein optimales Reinigungs- und Abtropfverhalten und infolgedessen kurze Prozesszeiten.

Herstellern und Zulieferern von Bauteilen mit besonders hohen Anforderungen an die Technische Sauberkeit eröffnet das neue Standard-Korbsystem, kurz S-Korbsystem, von LK Mechanik mannigfaltige Möglichkeiten der Prozessoptimierung. Seine nach High-Purity-Kriterien entwickelten Edelstahl-Reinigungskörbe sind in ihrem Design abgestimmt auf die hocheffiziente, fertigungsintegrierte Reinigung von Werkstücken mit filmischen Verschmutzungen und unterstützen die Realisierung von Traceability-Konzepten, die auf dem Data Matrix Code (DMC) basieren.

Bei der Entwicklung des neuen Trägersystems haben sich die Konstrukteure von LK Mechanik primär an sehr hohen Reinheits-Maßstäben und Materialfluss-Anforderungen orientiert, wie sie beispielsweise in der Elektronikindustrie, bei der Fertigung von Komponenten im Bereich der Energieerzeugung und -speicherung sowie bei der Herstellung von optischen Bauteilen an der Tagesordnung sind. „Lange Zeit lag das Augenmerk in der industriellen Teilereinigung vorrangig auf partikulären Verschmutzungen; inzwischen aber gewinnt die Beseitigung filmischer Verunreinigungen zunehmende Bedeutung für die Qualitätssicherung. Insbesondere bei den Anwendern von Klebe-, Lackier- und Beschichtungsverfahren ist dieser Paradigmenwechsel zu beobachten“, sagt Matthias Kroll, der Geschäftsführer des Hüttenberger Unternehmens.

Aus der Branche für die Branche

Entstanden sind die neuen Werkstück-Reinigungskörbe von LK Mechanik im Rahmen eines jüngst abgeschlossenen Großprojekts in Zusammenarbeit mit Vacom CleanFAB, einem der führenden Reinigungsdienstleister im High Purity Bereich. Es stand – unter anderem –­ die Realisierung einer Systemlösung für die produktionsintegrierte Feinstreinigung mittelgroßer und kleiner Bauteile auf der Agenda. Bei ihrer Entwicklung waren daher zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen. So flossen neben den hohen Reinheitsansprüchen auch die Geometrie der Bauteile, das handhabungstechnische Zusammenspiel mit den Reinigungsanlagen, der Einsatz spezieller Reinigungschemie und viele weitere Prozessparameter in die Arbeit der Konstrukteure von LK Mechanik ein. „Dabei haben wir uns in allen Iterationsphasen der Entwicklung eng mit renommierten Anlagenbauern der Reinigungstechnik abgestimmt“, betont Matthias Kroll.

Das Herzstück des neuen Werkstück-Trägersystems bilden dünnwandige und gewichtsoptimierte Edelstahl-Reinigungskörbe, die bis zu 25 kg Material aufnehmen können. Sie sind stapelbar und rollbahnfähig, und stehen zunächst in den beiden Baugrößen 525 x 310 x 200 mm und 525 x 620 x 400 mm zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um Standardmaße, die mit fast allen derzeit marktrelevanten Reinigungsanlagen korrelieren. Trotz ihrer geringen Korboberfläche und der massereduzierten Konstruktion zeichnen sie sich durch eine hohe mechanische Stabilität und Verwindungssteifheit aus. Dank ihrer elektrolytisch behandelten Oberflächen sowie harmonisierter, geebneter Schweißnähte und zahlreicher cleverer Details gewährleisten sie ein sehr gutes Reinigungs- und Abtropfverhalten der Medien. „Auf diese Weise minimieren unsere Körbe die Verschleppung und verkürzen die Trocknungsdauer, was zu einer Reduzierung der Prozesszeiten führt“, erläutert Matthias Kroll. Mit zum Systemangebot gehören außerdem Fachteiler, Einlegeböden und Deckel mit Einhandverschlüssen sowie produktspezifische Tools zur optimalen Aufnahme der zu reinigenden Bauteile.

Lückenlose Verfolgbarkeit im Prozess

Die neuen Werkstückträger von LK Mechanik sind zudem so ausgelegt, dass sie sich problemlos in Produktionsabläufe integrieren lassen, deren Rückverfolgbarkeit (Traceability) auf dem Prinzip der DMC-Kennzeichnung basieren. Das bedeutet konkret: Die Waschkörbe verfügen an allen vier Seiten über Data Matrix Codes, die ihre eindeutige und lückenlose Identifikation sicherstellen – ganz gleich, wo sie sich im Reinigungs- oder Fertigungsprozess gerade befinden. Dabei sind die Körbe dank leichter mechanischer Verbindungen sowohl einzeln als auch paarweise prozessfähig. Spezielle Angriffspunkte an ihren Stirnseiten ermöglichen zudem die einfache und automatische Handhabung in Hebe-, Positionier- oder Fördereinrichtungen. Und nicht zu vergessen: Abgestimmt auf die Reinigung von Kleinteilen gibt es ein passendes Kleinteile-Trägerset (KBTK).

Innovative Werkstück-Trägersysteme wie das neue S-Korbsystem von LK Mechanik haben großen Einfluss auf die Effizienz von Teilereinigungsprozessen und infolgedessen auf die Fertigungs- und Energiekosten. Sie leisten einen maßgeblichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung in der Fertigung. Sie sind daher inzwischen zu einem unmittelbar wirkenden Faktor der Wertschöpfungskette geworden. (OM-11/22)

Autor

Marco Sturm, Freier Fachjournalist, Darmstadt

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LK Mechanik

Die LK Mechanik GmbH wurde 1978 gegründet und 2017 von der LoKa Metallverarbeitung GmbH übernommen. Beide Unternehmen gingen 2022 rechtlich und räumlich in der LK Mechanik und Blechbearbeitung GmbH auf. Unter anderem als Hersteller von Werkstück-Trägersystemen, Werkstück-Reinigungskörben und Transportschutz-Systemen für die Fertigungs- und Reinigungstechnik deckt LK Mechanik ein breit gefächertes Produktspektrum ab. Zu den Kunden des Unternehmens gehören namhafte Anwender und Maschinenbauer in Reinigungs- und Oberflächentechnik, Fahrzeugbau, Zulieferwesen, Verfahrenstechnik, Optik, Messtechnik und zahlreichen anderen Branchen.