
Plasmachemische Oxidation
Mit dem Verfahren der Plasmachemischen Oxidation (alternativ "plasma electrolytic oxidation" oder "micro-arc oxidation") können auf den Leichtmetallen Aluminium, Titan, Magnesium und deren Legierungen anorganische röntgenamorphe Mischoxidschichten erzeugt werden, die neben oxidischen Verbindungen des Substratmaterials auch nichtstöchiometrische Verbindungen von Elektrolytbestandteilen mit dem Substratwerkstoff enthalten.
Für die Herstellung dieser Schichten wird neben einer speziellen äußeren Stromquelle ein galvanisches Becken verwendet. Das zu beschichtende Bauteil wird als Anode in diesem Becken platziert. Als Gegenelektrode kann ein Cr-Ni-Stahl bzw. auch ein gleichartiger Werkstoff wie die Anode angewandt werden. Die Oberfläche des Bauteiles wird durch Zuschalten einer ausreichend hohen äußeren elektrischen Spannung in die oxidische Form überführt, unmittelbarer Grund für die Oxidausbildung ist das Auftreten mikroskopisch kleiner Funkenentladungen an den Bauteiloberflächen. Zeitgleich werden Bestandteile der speziellen Elektrolyte in die entstehende Oxidschicht eingebaut. Dadurch können mit den elektrischen Prozessparametern und der Zusammensetzung der Elektrolyte die Eigenschaften der erzeugten Schicht gezielt angepasst bzw. in weiten Grenzen variiert werden. Quelle: INNOVENT e.V.
Zurück zur ListenansichtDiese Definition stammt aus dem Lexikon der Oberflächentechnik von Oberfläche-Online. In unserer Lexikon-Übersicht finden Sie viele weitere Fachbegriffe aus der Oberflächentechnik-Branche.
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