
Fahrzeuglackierer
Der Fahrzeuglackierer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Bereich Lackier- und Oberflächentechnik. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Vorbereitung, Beschichtung und Instandsetzung von Fahrzeugoberflächen. Die Lackierung dient dabei nicht nur der optischen Gestaltung, sondern vor allem dem Schutz vor Korrosion, Witterungseinflüssen und mechanischer Belastung.
Vor dem Lackaufbau werden Karosserie- und Bauteiloberflächen sorgfältig gereinigt, geschliffen, gespachtelt und grundiert. Anschließend tragen Fahrzeuglackierer Füller, Basislacke und Klarlacksysteme mit modernen Applikationsverfahren auf. Zum Einsatz kommen unter anderem wasserbasierte Lacke, Effektlackierungen sowie spezielle Schutz- und Reparatursysteme. Eine präzise Farbtonbestimmung und exakte Oberflächenqualität spielen dabei eine wichtige Rolle.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Reparatur- und Unfallschadenlackierung. Hier werden beschädigte Oberflächen instand gesetzt und bestehende Beschichtungen möglichst unsichtbar ausgebessert. Auch Kunststoffbauteile, Felgen oder Anbauteile können beschichtet und veredelt werden.
Die Fahrzeuglackierung ist heute stark von modernen Prozessen der Oberflächentechnik geprägt. Energieeffiziente Lackierkabinen, emissionsarme Beschichtungssysteme und ressourcenschonende Verfahren gewinnen zunehmend an Bedeutung. Damit verbindet der Beruf handwerkliche Präzision mit moderner Lackiertechnik und industriellen Beschichtungsprozessen.
Zurück zur ListenansichtDiese Definition stammt aus dem Lexikon der Oberflächentechnik von Oberfläche-Online. In unserer Lexikon-Übersicht finden Sie viele weitere Fachbegriffe aus der Oberflächentechnik-Branche.
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