ZVO und VECCO kritisieren geplante EU-Chrom(VI)-Grenzwerte

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Chrom(VI)-Grenzwerte EU Kommission ZVO VECCO
ZVO und VECCO führten Gespräche mit der EU-Kommission zum Thema Chrom(VI)-Beschränkungsvorschlag der ECHA (Bild: ZVO/EU)

ZVO und VECCO führten am 18. Mai 2026 einen gemeinsamen Austausch mit Vertretern der Europäischen Kommission zum aktuellen Chrom(VI)-Beschränkungsvorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) und bekräftigten ihre Kritik an den unrealistischen Chrom(VI)-Grenzwerten.

An dem Gespräch mit der Europäischen Kommission nahmen Vertreter der Generaldirektionen DG GROW, DG ENVI sowie DG EMPL teil. Ziel des Austauschs war es, die Perspektive der industriellen Praxis in die laufenden europäischen Diskussionen zur zukünftigen Regulierung von Chrom(VI)-Stoffen einzubringen. ZVO und VECCO machten dabei erneut deutlich, dass die vom Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) vorgeschlagene Absenkung des Grenzwertes auf 0,1 Mikrogramm pro Kubikmeter Abluft aus technischer und wirtschaftlicher Sicht nicht realistisch umsetzbar ist. Die Verbände untermauerten ihre Position mit konkreten Praxisdaten und Erfahrungswerten aus den Unternehmen der Oberflächentechnik. Im Gespräch wurde deutlich gemacht, dass selbst modernste Anlagen- und Filtertechnik diese Werte in der industriellen Realität vielfach nicht dauerhaft sicher erreichen kann. Eine entsprechende Regulierung würde daher erhebliche Auswirkungen auf industrielle Produktionsprozesse, Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen haben.

Konstruktiver Austausch mit EU-Kommission

Zugleich verwiesen ZVO und VECCO darauf, dass die Unternehmen der Oberflächentechnik bereits heute unter strengen Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzauflagen arbeiten und umfangreiche technische Schutzmaßnahmen etabliert haben. Die Branche investiert seit Jahren kontinuierlich in Emissionsminderung, Arbeitsschutz und Anlagensicherheit. Die Gespräche mit den Vertretern der Europäischen Kommission verliefen offen und konstruktiv. In einzelnen Punkten signalisierten sie Verständnis für die vorgetragenen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und kündigten an, bestimmte Aspekte nochmals intensiver prüfen zu wollen. In anderen Punkten blieben die Positionen hingegen weiterhin unterschiedlich. Der ZVO wird den weiteren europäischen Prozess gemeinsam mit dem VECCO eng begleiten und sich weiterhin für eine wissenschaftsbasierte, verhältnismäßige und industrietaugliche Regulierung einsetzen. Ziel bleibt es, Gesundheits- und Umweltschutz mit industrieller Wettbewerbsfähigkeit und technologischer Realität in Einklang zu bringen.

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