Macrofinishing-Maschine von C.S.I. ersetzt kryogenes Vorentgraten von Elastomeren

Die neue MF-15L Macrofinishing-Maschine von C.S.I. Centro Servizi Industriali trennt spritzgegossene Bauteile aus Elastomeren automatisch vom Angussverteiler und Überlaufkanälen, ohne dass diese vorher in flüssigen Stickstoff gekühlt werden müssen.
Beim Spritzgießen von Elastomerteilen, zum Beispiel von O-Ringen und Formteilen, wurden Angussverteiler- und Überlaufkanäle nach dem Entformen meist von Hand manuell entfernt oder in einer klassischen Kaltentgratungsanlage in einer Trommel kryogen durch den Beschuss von Strahlmittel abgetrennt. Das neue Macrofinishing-System MF-15 von C.S.I. automatisiert diesen Prozess. Es arbeitet ohne flüssigen Stickstoff und reduziert so den Aufwand für die Nachbearbeitung deutlich. Es ersetzt das manuelle Entgraten und eliminiert das kryogene Abtrennen der Angüsse. Das modular aufgebaute System arbeitet automatisch und weitestgehend autonom: Nach dem Auflegen einer oder mehrerer Pressungen auf ein Beschickungsband ist keinerlei manuelle Arbeit mehr erforderlich, die Teile verlassen die Anlage vereinzelt und weitestgehend frei von Angussresten und groben Grat.
Entgratverfahren ohne Stickstoff reduziert Energiebedarf
Vom Beschickungsband werden die Pressungen chargenweise in den Arbeitsbehälter gekippt. Sein mit unterschiedlichen Noppen versehener Boden rotiert und verwirbelt das Material intensiv miteinander. Dabei lösen sich die Formteile vom Anguss. Gleichzeitig werden große Grate und Überspitzungen entfernt. Nach etwa 20 bis 40 Sekunden ist der Vorgang beendet und die Teile werden in einer Siebstrecke von den Angussresten separiert. Kleine eventuell verbleibende Gratreste werden wie bei der manuellen oder kryogenen Vorbehandlung in einem zweiten Schritt durch Gleitschleifen oder mit Stickstoffentgratung entfernt. Dieter Adamkiewicz, Gesellschafter der C.S.I.: ”Die MF-15L benötigt für den Betrieb ausschließlich Strom (ca. 5 bis 8 kW). So reduziert die neue Anlage neben den Prozesskosten auch die Belastung der Umwelt, die aus der Herstellung und den Verbrauch von Stickstoff und Polycarbonat-Strahlmedium resultieren. Dieses hat auch einen direkten Einfluss auf die CO2-Bilanz unserer Kunden.” Bei einem der ersten Kunden hat sich die Anlage bereits bewährt. Mario Vollbehr, Geschäftsführer der Bode GmbH in Henstedt-Ulzburg: “Die Vorteile der MF 15L haben uns überzeugt. Das vergleichsweise geringe Investment hat sich schnell amortisiert. Wir werden diese Technologie weiter ausbauen.”