Hochschule Mittweida Laserinstitut: Laserstrukturierte Haifischhaut-Oberflächen

Laserstrukturierung nach dem Vorbild der Haifischhaut: Per Ultrakurzpuls-Laser erzeugte Riblets auf Propelleroberflächen reduzieren Strömungsverluste und steigern die Effizienz um 3,41 % – ein Ansatz für funktionalisierte Oberflächen im Schiffbau.
Unter dem Schlagwort „Laser-Bionik“ wird am Laserinstitut Hochschule Mittweida ein interdisziplinärer Forschungsansatz verfolgt, bei dem Funktionsweisen aus der Natur abgeschaut und auf technische Probleme übertragen werden. Ein Beispiel dafür ist die strömungsoptimierte Mikrostruktur der Haifischhaut. Die auf den Schuppen befindlichen mikroskaligen Rillen, auch als Riblets bezeichnet, sorgen für eine energieeffiziente Fortbewegung des Haies im Wasser.
Haifischhaut-ähnliche Mikrostruktur auf Oberfläche durch Laser
Im Rahmen des EU-geförderten Projektes Stellar wurde mit einer Ultrakurzpuls-Laserquelle solch eine haifischhaut-ähnliche Mikrostruktur auf die Oberfläche eines Schiffspropellermodells aufgebracht. Bei der Schiffbautechnischen Versuchsanstalt in Wien konnte in Schleppkanalversuchen nachgewiesen werden, dass sich die Effizienz dieses Propellers im Betriebspunkt um 3,41 % erhöhte. Damit wird diese Technologie insbesondere für den Schiffbau und andere strömungstechnische Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das Hochschule Mittweida Laserinstitut stellt auf der SurfaceTechnology Germany auf dem Stand C08 in Halle 1 aus.