EZD erweitert sein Dispergier-Technikum in Selb

Das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb hat sein Dispergier-Technikum umfassend erweitert und mit moderner Anlagentechnik ausgestattet. Damit baut das EZD seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten gezielt aus.
Die neue Infrastruktur am Dispergier-Technikum des EZD ermöglicht es, Dispergierprozesse unter praxisnahen Bedingungen zu skalieren, Kundenmuster herzustellen und Methoden zur prozessbegleitenden Charakterisierung einzusetzen. Dispergierprozesse spielen bei der Herstellung zahlreicher Produkte der Kunststoff-, Lack-, Druckfarben-, Klebstoff- und Beschichtungsindustrie eine zentrale Rolle. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Produktqualität, Energieeffizienz und die zuverlässige Übertragung von Laborergebnissen in die industrielle Produktion. Mit dem Aufbau des Dispergier-Technikums schafft das EZD eine Infrastruktur, um Prozesse und Rezepturen vom Labor bis in den Technikumsmaßstab zu übertragen. Das Technikum umfasst einen Dissolver, eine Rührwerkskugelmühle, einen Hochdruckhomogenisator sowie einen Rotor-Stator-Dispergierer (Inline-Mischer). Damit lassen sich unterschiedlichste Suspensionen, Emulsionen und Harzsysteme verarbeiten.
Breites Leistungsspektrum am EZD Dispergier-Technikum
Das Leistungsspektrum reicht von der Dispergierung im Labor- und Technikumsmaßstab über die energieeffiziente Herstellung von Dispersionen durch die Prozessoptimierung bis hin zur prozessbegleitenden Charakterisierung. Ergänzt wird das Angebot durch Verfahrensvergleiche, die Erprobung von Scale-up-Strategien sowie individuelle Versuchstage. Verarbeitet werden wasserbasierte, UV-härtende und lösemittelbasierte Systeme. Im Maßstab von 20 bis 100 Litern können Kundenmuster hergestellt werden. Darüber hinaus stehen die Räumlichkeiten für Schulungen und praxisnahe Weiterbildungsangebote zur Verfügung. „Zwischen Laborentwicklung und industrieller Produktion entsteht häufig eine kritische Lücke. Unser Dispergier-Technikum ermöglicht es, Verfahren und Rezepturen unter realitätsnahen Bedingungen zu bewerten und gezielt zu skalieren. Gleichzeitig schaffen die integrierten Charakterisierungsmethoden eine fundierte Datengrundlage für die Optimierung von Produktqualität und Prozesseffizienz“, so Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris, Standortleiter des EZD. Das erweiterte Dispergier-Technikum verbindet Laborentwicklung und industrielle Anwendung. Rezepturen und Verfahren können unter realitätsnahen Bedingungen entwickelt, charakterisiert und skaliert werden – von der ersten Formulierung bis zum Technikumsmaßstab.
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