Deutsche Vakuum-Gesellschaft verleiht Rudolf-Jaeckel-Preis 2026

Die Deutsche Vakuum-Gesellschaft (DVG) hat Dr. Jörg Vettel mit dem Rudolf-Jaeckel-Preis 2026 ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe erfolgte im Rahmen der PES 2026 in Erfurt.
Der Rudolf-Jaeckel-Preis 2026 der Deutschen Vakuum-Gesellschaft (DVG) geht an Dr. rer. nat. Jörg Vetter. Mit der Auszeichnung würdigt die DVG seine herausragenden Arbeiten zu den wissenschaftlichen Grundlagen, der Technologieentwicklung und den industriellen Anwendungen der Bogenverdampfung, insbesondere zu multifunktionalen Übergangsmetallnitriden und amorphen, diamantartigen Kohlenstoffschichten. Vetter begann Mitte der 1980er Jahre seine wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Oberflächentechnik und Tribologie. Ab 1990 arbeitete er bei Multi Arc, Metaplas, Sulzer Metaplas und später Oerlikon Balzers über mehr als drei Jahrzehnte an der Entwicklung und industriellen Umsetzung innovativer PVD- und PACVD-Verfahren. Dabei verband er grundlegende physikalische Fragestellungen mit der Entwicklung von Anlagen, Prozessen und industriell einsetzbaren Beschichtungen.
PVD-, AEGD- und HiPIMS-Verfahren weiterentwickelt
Zu seinen herausragenden Beiträgen zählen die Entwicklung des Arc Enhanced Glow Discharge (AEGD) zur hochionisierten Plasmaerzeugung und Ionenreinigung in PVD-Anlagen sowie Arbeiten zu AlTiN- und AlCrN-Hartstoffschichten. Auch auf dem Gebiet der amorphen Kohlenstoffschichten und ta-C leistete Vetter früh grundlegende Beiträge und trieb deren Überführung in großtechnische Beschichtungsanlagen voran. Hinzu kommen Arbeiten zu hybriden Verfahren, insbesondere zur Kombination von Bogenverdampfung und HiPIMS. Seine Entwicklungen finden unter anderem bei Werkzeugen und Komponenten, im Automobil- und Antriebsbereich sowie für den Verschleiß- und Korrosionsschutz Anwendung. Auch nach seinem Ausscheiden aus der industriellen Forschung ist Vetter aktiv. Ein Schwerpunkt liegt heute auf der industriellen Weiterentwicklung von HiPIMS und dessen Kombination mit anderen hochionisierten Plasmaprozessen. Seit 2023 führt er mit J.Vetter-S3-consulting eine eigene Beratung.
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