Chemieunfall bei Galvanik-Betrieb Heinrich Schnarr

Erstellt von OM GalvanisierenHeinrich Schnarr
Heinrich Schnarr Galvanik Brand Mainaschaff
Beim Galvanik-Betrieb Heinrich Schnarr kam es zu einem Chemieunfall, der eine Gasentwicklung auslöste - im Bild das Werksgelände (Bild: Schnarr)

Bei einem Chemieunfall im Galvanik- und Oberflächenveredlungbetrieb Heinrich Schnarr in Mainaschaff kam es zu einer Gasentwicklung. Ein größeres Metallstück war in ein Becken mit Salpetersäure gelangt und hatte dort eine chemische Reaktion ausgelöst.

Aufgrund einer unbeabsichtigten chemischen Reaktion kam es am Abend des 7. Oktober 2025 zu einer Gasentwicklung in dem Betriebsgebäude der Heinrich Schnarr GmbH in Mainaschaff. Durch die vorhandenen Sicherheitssysteme konnte das Gas über den entsprechenden Austritt abgeleitet werden. Nachdem die chemische Reaktion festgestellt worden war, wurden sofort die für diesen Fall festgelegten und regelmäßig überprüften Ablaufmechanismen eingeleitet. Die Mitarbeiter der Heinrich Schnarr GmbH haben hier mit den Einsatzkräften professionell Hand in Hand gearbeitet. Neben vielen verschiedenen Maßnahmen wurde insbesondere der chemische Prozess durch eine kontrollierte Ableitung des Säurebades gestoppt und damit die weitere Gasentwicklung unterbunden.

Notfallpläne des Galvanikbetriebes haben funktioniert

Der Geschäftsführer von Heinrich Schnarr, Stefan Schröder, erklärt hierzu: „Das Wichtigste für uns ist, dass es nach den derzeitigen Erkenntnissen zu keinen Personenschäden gekommen ist. Damit haben unsere Notfallpläne gegriffen. Wir bedanken uns ausdrücklich für den schnellen und professionellen Einsatz der zuständigen Einsatzkräfte.“ Verschiedene Messungen haben ergeben, dass die Messergebnisse unauffällig waren, so dass kurzfristig Entwarnung gegeben werden konnte. Dementsprechend kann auch die Produktion kurzfristig wieder aufgenommen werden. Das Unternehmen bedauert die Aufregung und Unannehmlichkeiten für die Bevölkerung, betont aber, dass es sich bei der Heinrich Schnarr GmbH um einen seit 1926 bestehendes Traditionsunternehmen handelt und vergleichbare Vorkommnisse eine bedauerliche Ausnahme darstellen. Schnarr Oberflächentechnik ist seit 1958 am Standort Mainaschaff mit einer Fläche von etwa 30.000 Quadratmetern mit Anlagentechnik für chemische, galvanische und mechanische Oberflächenveredlung vertreten. In Werk Mainaschaff werden Industrieprodukte durch chemische Vernickelung und galvanische Hartverchromung mit Nickel bzw. Chrom beschichtet.

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